Sind Bio-Erdbeeren gesünder?

Hier ein, wie wir finden, recht interessanter Artickel über Erdbeeren und Pflanzenschutzmittel insbesondere was die Inhaltsstoffe von ungespritzten Erdbeeren angeht, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Über Geschmack lässt sich streiten, doch bei manchen Inhaltsstoffen schneiden die Bio-Beeren deutlich besser ab. Bisher gibt es keine vergleichenden Untersuchungen, die einen besseren Geschmack von Bio-Erdbeeren bestätigen. Generell gilt, dass Bio-Obst durch den Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngung tendenziell weniger Wasser enthält und deshalb etwas intensiver schmeckt. Allerdings hängt der Geschmack einer Frucht stärker von der jeweiligen Sorte, dem Standort, den Sonnenschein-Stunden und dem Reifestadium ab. Deshalb schmecken im Juni in Deutschland geerntete Erdbeeren, die nicht unter Folie aufwachsen und direkt vermarktet werden, besser als Import-Erdbeeren im Februar, unabhängig von der Anbauart. Erdbeeren gehören zu den Kulturen, die intensiv mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Dies gilt insbesondere für Produkte, die sehr früh im Jahr aus dem Mittelmeerraum importiert werden. Eine wissenschaftliche Untersuchung brachte folgendes Ergebnis: Fast alle Proben aus konventionellem Anbau enthielten Rückstände meist mehrerer Pflanzenschutzmittel. In zwölf Prozent der Fälle - alles Import-Erdbeeren - waren die amtlich zulässigen Höchstmengen überschritten. Bei den neun Erdbeerproben aus ökologischem Landbau waren dagegen in keinem Fall Rückstände nachweisbar.Wissenschaftler der Universität von Kalifornien haben bei Erdbeeren aus ökologischem und konventionellem Anbau die Gehalte bestimmter sekundärer Pflanzenstoffen miteinander verglichen. Dabei ergab sich für Erdbeeren aus ökologischem Anbau ein jeweils rund 20 Prozent höherer Gehalt an antioxidativ wirksamen Phenolen sowie an Vitamin C. Die Wissenschaftler erklärten dies damit, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln den Aufbau pflanzeneigener Schutzstoffe behindere. Andere Ursachen wie Sorten- oder Standortunterschiede konnten durch einen wissenschaftlich genau dokumentierten Anbau ausgeschlossen werden. (Quelle: www.was-wir-essen.de)